Zwergbartagame / Pogona henrylawsoni

Wissenschaftlicher Name: 
Pogona henrylawsoni
Verfügbar: 
Verfügbar
Preis: 
ab € 89,-

Beschreibung:
Die Zwergbartagame, oder seltener auch Lawsons Bartagame genannt, (Pogona henrylawsoni) ist eine der kleinsten australischen Bartagamen und gehört damit in die Unterordnung der Echsen (Lacertilia).

Mit einer Gesamtlänge von etwa 30 cm und einer Kopf-Rumpf-Länge von ca. 13 cm sind Zwergbartagamen eine kleine Bartagamenart. Ihr „Bart“ ist nicht so groß wie der anderer Arten. Die sandfarbenen Tiere haben kurze, kräftige Gliedmaßen, und die Stacheln an Kopf und Bart sind weniger ausgeprägt. In Relation zur Kopf-Rumpf-Länge haben Zwergbartagamen den kürzesten Schwanz der Bartagamengruppe.

Zwergbartagamen sind im zentralen und nordwestlichen Queensland verbreitet. Fundorte sind: Hughenden, Longreach, Armac, Muttaburra und Richmond (von dort kommt der Holotypus der Art). Dort lebt sie in der Halbwüste auf so genannten Schwarzerdeböden. Die Niederschläge sind dort oftmals auf den Sommer beschränkt, sie betragen 400-800 mm/Jahr. Da Schwarzerde sehr fruchtbar ist, wird der Lebensraum von Pogona henrylawsoni oft durch Ackerland zerstört. Das Gebiet der Verbreitung umfasst nunmehr ca. 200.000 km².

Zwergbartagamen sind genauso wie die anderen sieben Bartagamen Allesfresser (omnivor) und ernähren sich sehr abwechslungsreich von Insekten und Pflanzen.

Im Terrarium ist eine abwechslungs- und mineralstoffreiche Ernährung sehr wichtig. Als Beispiele seien hier Grillen, Heuschrecken, Mehlwürmer, Schwarzkäferlarven, Wachsmaden und andere Insekten, aber auch Obst, Gemüse, Löwenzahn und Klee (keinen Kohl wegen meist starker Blähungen und keine Salate wegen vielfach starker Pestizidbelastungen) genannt.

Als Nahrungsergänzungsstoffe sollten sie zusätzlich Vitamin- und Mineralstoffpräparate (insbesondere Kalzium) bekommen.

Es ist momentan fast nichts über die Fortpflanzung in der Natur bekannt. Die einzigen Daten, die vorliegen, sind Eier, die man bei zwei Weibchen gefunden hatte. Eines hatte 5 Eier, das andere 8 Eier im Eileiter. In Gefangenschaft folgen nach einer zweimonatigen Winterruhe Paarungen. 4 Monate danach wurden in den Terrarien die Gelege abgelegt, die meistens 5 bis 18 Eier aufwiesen. Unter künstlichen Bedingungen bebrütet hatten die ausgewachsenen Jungtiere eine Schlupflänge von 5,5 bis 8 cm.

Fotos: © Ulrich DOBIASCH