Panther Schildkröte / Geochelone pardalis

Wissenschaftlicher Name: 
Geochelone pardalis
Verfügbar: 
Verfügbar
Preis: 
ab € 199,-

Herkunft:
südlicher Sudan, Äthiopien, Östliches Afrika (incl. Natal), Zambia, Botswana, Namibia, Angola und Südwest-Afrika

Endgröße:
bis 68 cm

Klima:
Temperatur Tag: 28 - 40 °C
Nacht: mind. 22 °C

Nahrung:
Futter Gräser, frische Kräuter, Heu, Stroh, Karotten, wenig Gemüse, Schildkrötenpellets, Vitamin- und Nährstoffzugaben

Haltung:
Vergesellschaftung Gruppenhaltung

Allgemeine Beschreibung:
Die Pantherschildkröte ist ein typischer Bewohner der afrikanischen Savanne und bevorzugt in ihrem natürlichen Lebensraum trockene, sandige Halbwüsten, Buschland, Busch- und Savannenlandschaften. Lediglich in den Sommermonaten kommt es zu relativ unergiebigen Niederschlägen. Wasser wird von den Tieren hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen.

Äußere Merkmale:
Der Rückenpanzer von Geochelone pardalis ist länglich, die Färbung des Rückenpanzers ist gelblich mit unregelmäßigen, dunkelbraunen bis schwarzen Flecken. Kopf und Beine sind gelblich bis olivbraun. Bei Jungtieren ist der Rückenpanzer halbkugelförmig und die Färbung ist deutlich heller. Es liegt ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus vor, wobei die weiblichen Exemplare an den Hinterbeinen größere Schuppen, die als eine Art Schaufelklaue dienen haben und einen konkaven Bauchpanzer aufzeigen. Männchen haben einen längeren und an der Wurzel dickeren Schwanz.

Verhalten:
Die Pantherschildkröte legt von alleine Ruhgephasen ein, in welchen kaum Nahrung zu sich genommen wird. Diese Ruhephase kann bis zu 4 Wochen andauern, in dieser Zeit kann man die Temperatur auf 15-18 °C senken und die Beleuchtung aufs minimale reduzieren. Es handelt sich hierbei um sehr soziale, friedliche Schildkröten, bei denen es innerhalb der Gruppe zu keinerlei Rangeleien mit Bissen etc. kommt.

Terrarium:
Pantherschildkröten sollten nur in großen Terrarien gepflegt werden, da sie äußerst aktiv und lauffreudig sind und die Bewegung eine funktionierende Verdauung garantiert und die Körpermuskulatur trainiert. Sie sollten mindestens paarweise gehalten werden. Als Substrat empfiehlt sich ein Sand-Torf- oder Sand-Pinienrinde-Gemisch. Als Einrichtung bietet man einige Versteckmöglichkeiten aus Korkrinden und Heuhaufen, weiterhin darf eine Wasserschüssel zum trinken und baden nicht fehlen. Ihren ausgeprägten Bedarf an Sonnenlicht und Wärme deckt man mit einem sehr guten UV-Licht, HQL-Lampen, einem Wärmespot und einer Bodenheizung. Um den Tieren die Möglichkeit zu geben, den Platz mit der ihnen angenehmsten Umgebungstemperatur aufzusuchen, müssen im Terrarium mehrere Klimazonen eingerichtet werden. Tägliches besprühen mit leicht warmem Wasser sollte nicht vergessen werden.

Zucht:
Die Geschlechtsreife tritt mit etwa 20 bis 25 cm Carapaxlänge ein. Im Frühling ist meist nach der Winterruhe gleich eine Paarung zu beobachten. Nach mehrmonatiger Tragzeit vergraben die Weibchen an einer feuchtwarmen Stelle im September ihre 8-30 Eier. Diese sollten dann vorsichtig ausgegraben werden und in Vermiculit oder leicht feuchtem Sand bis zur Hälfte eingegraben und in den Inkubator überführt werden. Trächtige Weibchen sollten nicht umgesetzt werden und jeder Stress sollte vermieden werden, da es dann meist zu einer Legenot kommt.

Inkubation:
Bei einer Temperatur von 28-30°C und einer relativen Luftfeuchte von 65-70% sollten je nach Temperatur nach 180-250 Tagen die ertsen Jungtiere schlüpfen. Die Aufzucht sollte in kleineren, feuchten Terrarien keinerlei Probleme darstellen. Die Jungtiere wachsen sehr schnell und sollten daher auf keinen Fall überfüttert werden. Insbesondere tierisches Protein ist strikt zu meiden, was zu einer unschönen Höckerbildung und Organschäden führt. Das Verhältnis Calcium / Phosphor in der Nahrung muß deutlich zugunsten des Calciums liegen (Löwenzahn, Wegericharten), was perfekt mit einem Mineralstoffpräparat gewährleistet werden kann. Jungtiere brauchen auch kühlere und vor allem feuchtere Zonen in ihrem Terrarium.

Naturschutzgesetz Anhang B, Herkunftsnachweis; Sie erhalten beim Kauf dieser Tierart einen Herkunftsnachweis

Fotos: © Ulrich DOBIASCH